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Geschichte vom Schötze-Chörli Stein AR


Dölf Mettlers Wirken als Dirigent und Ehrendirigent
im Schötze-Chörli Stein AR

Im Jahr 1974 nimmt Dölf Mettler aushilfsweise sein Amt als Dirigent im damals erst 7-jährigen Schötze-Chörli auf. Nach dem Rücktritt von Dirigent Hans Kolb übernimmt Dölf im Jahr 1975 die musikalische Leitung. Sein Einfluss wird bereits 1977 wirksam, an 6 Unterhaltungsabenden wird das Liederprogramm stark erweitert. 1979 wird Dölfs Komposition "S’isch Zyt i d’Berge" für das Wunschkonzert vom Schweizer Fernsehen aufgezeichnet. Erstmals 1980 werden die Abendunterhaltungen im Mehrzweckgebäude Waldstatt abgehalten. Völlig neuartig präsentiert sich auch das von Dölf unter dem Motto "Oeses Ländli Appezell" mit schöner Kulisse zusammengestellte Programm.

1982 erhält Dölf Mettler für seine grossen Verdienste in der schweizerischen Volksmusik-Szene im Kursaal Bern die Auszeichnung "Der Goldene Tell".

Anlässlich der Unterhaltungsabende wird 1983 Dölfs Werk "Em Senn sis Lied" uraufgeführt. Im Sommer 1984 wird von TV Tokio in Japan eine Sendung von der Schaukäserei Stein, mit dem Buebe-Chörli, dem Schötze-Chörli sowie Dölf am Alphorn ausgestrahlt. Im gleichen Jahr organisiert Dölf in der Aula Gringel Appenzell ein Fest zu seinem "Fünfzigsten". Chaschbi Gander aus Beckenried führt durch das Programm. Es wirken folgende Formationen mit: Jodelchörli Geuensee, Männerchor Alpstee Brülisau, Duett Rubi / Hostettler, Duett Marti / Schöpfer, Hobbysänger Appenzell, Kapelle Alderbuebe, Pianist Albrecht Ehl und das Schötze-Chörli Stein. Als Geschenk übergibt Dölf 55 Eigenkompositionen zu Handen des Innerrhoder Staatsarchivs an Landamann Franz Breitenmoser. 1984 finden die Abendunterhaltungen erstmals ohne Theater statt. Unter dem Motto "4 Johres-Zyte" stellt Dölf ein anstrengendes Programm mit 18 Vorträgen zusammen. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass die Sänger entsprechend den Jahreszeiten in den dazu passenden Tenues auftreten.

Für die Sendung "Gala für Stadt und Land" des Schweizer Fernsehens komponiert Dölf 1985 das Lied "Guet Schuss". Das Lied wird vom Schötze-Chörli in Schützen Montur vorgetragen. An der Hauptversammlung 1986 wird Dölf für seine 10-jährige Dirigententätigkeit mit einem Goldvreneli geehrt. Vier Jahre nach Appenzell darf Dölf die Verbandsfahne anlässlich des Nordostschweizerischen Jodlerfestes den Rorschachern übergeben. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Schötze-Chörlis im Jahr 1987 verbring Dölf 1 Woche Ferien mit dem Chörli auf Gran Canaria. Als Dank für seine grosse Arbeit werden ihm diese Ferien geschenkt. Im gleichen Jahr eröffnet Dölf sein Atelier für Bauernmalerei in der Ziegelhötte Appenzell. Gemeinsam mit den Hobbysängern und der Streichmusik Bänziger beteiligt sich das Schötze-Chörli in der Kirche Münster in Schaffhausen am Internationalen Fest der Volksmusik. Bundesrat Koller gratuliert den Appenzellern zu ihren tollen Darbietungen.

1987 wird Dölf Mettler für seinen 12-jährigen unermüdlichen Einsatz für das Schötze-Chörli zum Ehrendirigenten ernannt.

Nach 10 Jahren Abwesenheit kann das Chörli 1989 mit grosser Freude im neu erstellten Mehrzweckgebäude die Unterhaltungen durchführen. Dölf hat für diesen Anlass die wunderbare Kulisse gemalt. Sein Werk "Alpstobete" wird unter grossem Beifall uraufgeführt. Weil Dölf 1990 infolge eines Skiunfalls ausfällt, übernimmt Regula Bieri vorübergehend die Proben mit dem Chörli (Ganz öppis neus, dass s’Schötze-Chörli anere Frau folge muess!). Zur offiziellen Einweihung des Mehrzweckgebäudes in Stein wird das Motto "Cirkus Stein" gewählt. Dölf führt als Cirkus-Direktor durch ein für das Chörli ungewohntes Programm. Mit den Liedern "Kalinka", "Stjenkarasin" und dem "Einsamen Glöcklein" treten die Sänger als Donkosaken auf. Nach einem Tenuewechsel fliegen dann buchstäblich die Späne, die Chörli-Mannen treten in Lederhosen auf und singen als lustige Bayern die "Holzhackerbuan". Die Unterhaltung 1991 steht unter dem Motto "Säg’s mit Blueme", vom Chörli wird ein bunter Strauss von Zäuerli und blumenbezogenen Jodelliedern aufgeführt. Einmalmehr hat Dölf mit diesem Programm einen Glanzpunkt gesetzt.
Anlässlich der 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft nehmen die Hobbysänger, der Männerchor Alpstee Brülisau und das Schötze-Chörli am nationalen Festspiel "Memoria" in Murten teil. An drei Wochenenden wird im riesigen Sportzentrum Muntellier das 15-minütige Werk "Senn’s Gebet", welches Dölf speziell für diesen Anlass komponiert hat, aufgeführt. Wiederum gemeinsam mit den Hobbysängern und dem Männerchor Alpstee Brülisau steht das Schötze-Chörli für Wisel Gyrs "Gala für Stadt und Land" in Arbon vor laufenden Fernsehkameras.
 
Für diese Sendung komponiert Dölf den "Aelplerruef". Im Frühjahr 1994 darf das Chörli mit Dölf den 60. Geburtstag in der Aula Gringel Appenzell feiern. Ebenfalls im Frühling werden die Abendunterhaltungen unter dem Motto "4 Johreszyte" durchgeführt. Dölf komponiert dazu "D’ Johreszyte" ein Werk für Duett, Terzett, Quartett und Chor. Im Herbst begleitet das Chörli Dölf zum Schäfli-Sepp nach Alt St. Johann zu seiner Vernissage. Auch zu den Abendunterhaltungen 1995 schreibt Dölf 2 weitere Werke , nämlich "De Dorfbrunne" und "Bergtour", damit werden die Chörli-Mannen ein weiteres Mal stark gefordert. Im Januar 1996 steht eine Reise in die Karibik auf dem Chörli-Programm. Zu dieser Reise wird Dölf zum Dank für seine grossen Verdienste ums Schözte-Chörli eingeladen. Dölf erinnert sich immer gerne an das Strandleben mit Ananus und Esperanza. Im Sommer begleitet das Chörli Dölf zu einem gemeinsamen Auftritt mit den Hobbysängern, den Appenzeller Wurlitzern und einem Schuppel Schuelgoofe zum Internationalen Fest der Volksmusik nach Schaffhausen. Unteranderem wird auch das Singspiel "Sommer im Appenzellerland" aufgeführt. Zum 30-Jahr-Jubiläum des Schötze-Chörlis komponiert Dölf wiederum 2 neue Werke "Rond om de Säntis" und "Mis Appezell". Im Frühling besucht das Chörli Dölf in der Klinik am Rosenberg in Heiden, Dölf wird dort von etlichem Altmetall befreit. Im Sommer wird gemeinsam mit den Hobbysängern in der Kirche Appenzell anlässlich der 400-Jahr-Feier zur Kantonsteilung "Senn’s Gebet" aufgeführt. Im Herbst reist das Chörli erneut ins Toggenburg zum Schäfli-Sepp zu Dölfs Vernissage. In der Elisabethenkirche in Basel gibt Dölf ein Kirchenkonzert mit den Hobbysängern, Alphorngruppe Egnach, Albrecht Ehl und dem Schötze-Chörli. Am 1. Appenzeller Jodel-Sonntig organisiert von den Hobbysängern, werden vom Schötze-Chörli 2 Zäuerli und die Mettlerkomposition "Rond om de Säntis" vorgetragen.

Im September 1998 darf Dölf Mettler den "Goldenen Violinschlüssel" entgegennehmen. Selbstverständlich ist auch das Schötze-Chörli unter den Gratulanten.

Anlässlich der Unterhaltungsabende 1998 darf das Chörli erneut eine Uraufführung aus Dölfs Feder zum Besten geben. Die Komposition heist "Herbst" und ebenso herbstlich präsentiert sich das von Dölf liebevoll dekorierte Mehrzweckgebäude in Stein. Ende 1998 gibt Dölf leider einen Teilrückzug aus dem Schötze-Chörli bekannt, er beschränkt seine Dirigenten-Tätigkeit auf einen 14-Tage Probenrhytmus. Im Januar 1999 steht eine Chörli-Reise nach Phuket Thailand auf dem Programm. Selbstverständlich begleitet uns Dölf auch auf dieser Reise. In bester Erinnerung werden ihm sicher die diversen Ausflüge zur "Freedom Beach" mit Jass unter Palmen oder einfach "liegen" bleiben. Ob er sich auch noch an die berüchtigte Strasse "Soi bang la" erinnert? Anlässlich des Eidgenössischen Jodlerfestes in Frauenfeld bestreitet Dölf das musikalische Rahmenprogramm. Gemeinsam mit dem Männerchor Alpstee Brülisau, den Hobbysängern, dem Engelchörli und dem Schötze-Chörli wird ein Abendspiel aufgeführt. Am Sonntagmorgen gelangt im Festgottesdienst "Senn’s Gebet" zur Aufführung.

Zum 65. Geburtstag erscheint die CD "100 Stimmen gratulieren ihrem Dirigenten" das Chörli ist mit 2 Zäuerli auf der CD vertreten.

Im November 2000 reisen die "Mettler-Chöre" erneut nach Basel in die Elisabethenkirche. In der Appenzellerzeitung wird unter dem Titel "Hennehuut" weils so schön war, berichtet.

Am 1. Dezember wird das Konzert von Basel in der Pfarrkirche Appenzell als Benefiz-Konzert zugunsten der Hochwassergeschädigten Walliser aufgeführt. An der 34. Hauptversammlung vom 19. Januar 2001 verabschiedet sich Dölf als Dirigent des Schötze-Chörlis nach über 25-jähriger erfolgreichster Dirigententätigkeit. Da die Zusammenarbeit mit dem neuen Dirigenten Kurt Koch nur wenige Wochen dauert, ist das Schötze-Chörli froh, dass Ehrendirigent Dölf Mettler zusammen mit Ehrenmitglied Hansueli Wälte interimistisch die Leitung des Chörlis übernehmen. An der Herbstunterhaltung gelangt sogar ein neues Werk von Dölf zur Uraufführung "Vechschau Morge". Durch das Unterhaltungsprogramm führt "Pfiffe Toni" alias Dölf Mettler. An der 35. Hautversammlung vom 18. Januar 2002 kann Regula Bieri als neue musikalische Leitung verpflichtet werden. Trotzdem arbeitet das Chörli weiterhin mit Dölf Mettler und seinen Chören zusammen. Am Appenzeller Kantonaltag anlässlich der EXPO 02 beteiligt sich das Schötze-Chörli am Rahmen-Programm, sowie an der Jodlermesse "Erhalt’s ös Gott" aufgeführt in der "Eglise Rouge"

Das Schötze-Chörli Stein dankt seinem Ehrendirigenten Dölf Mettler für die grossartigen Kompositionen, die kameradschaftliche und uneigennützige Dirigententätigkeit und den ausdauernden, unermüdlichen Einsatz zugunsten der appenzellischen Jodler- und Sängertradition. Wir wünschen Dölf auch weiterhin viel Kraft und gute Gesundheit für die Schaffung vieler neuer Kompositionen.
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